Sportler lieben schnelle Autos

Es ist offensichtlich: Viele berühmte Profisportler lieben schnelle Autos. Ob das eher daran liegt, da diese Zeitgenossen genug Schotter haben, um sich die entsprechenden Karossen zuzulegen oder ob “sportliches Fahren“ im Naturell dieser Sportler liegt, das sei nun mal dahingestellt. Doch letztere Vermutung nährt sich zumindest auf Grund einer These – bislang war die klassische Handschaltung noch das Maß aller Dinge, wenn es um Sportwagen ging. Sie ermöglichte die absolute Kontrolle über das Fahrverhalten. Manch einer mag darin, schnelle Autos also eigenmächtig an der Leine zu halten und zu kontrollieren, durchaus eine Verbindung bzw. einen sportlichen Anspruch erkennen. Doch nun hält das Automatik Getriebe mehr und mehr Einzug. Ein “Tuning“ in Richtung Komfort?

So macht das Gefühl, viele PS mit starker Hand selbst zu bewegen, der ehemals verpönten Automatik platz. Der Zwang, in gewissen Situationen (z. B. im Stadtverkehr) häufig zu schalten, gehört damit zunehmend der Vergangenheit an. Der Grund dafür, dass sich nun auch sportliche Fahrer zunehmend mit der Automatik anfreunden, liegt in der massiven Weiterentwicklung dieser Getriebe. Durch neueste Technologien und Varianten, wie sequentielle Getriebe, Wandlerautomatik oder Doppelkupplung, erhalten immer mehr Automatik Getriebe in den Supersportwagen Einzug.

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang das Multi-Clutch-Getriebe. Diese Technik liegt bislang nur für den Supersportwagen Mercedes-Benz SL 63 AMG vor und ermöglicht ein beeindruckend sportliches Anfahrverhalten und schnelle Gangwechsel im Sinne des sportlichen Fahrstils. Für die Konstruktion des Getriebes zeigte sich Mercedes-Haustuner AMG Verantwortlich. Zu Grunde liegen die Prinzipien, wie man sie von der Wandler-Automatik und die des immer beliebter werdenden Doppelkupplungsgetriebes kennt. Dabei werden die Vorteile beider Technologien miteinander vereint ganz im Sinne des Höher, Schneller und Weiter, wie es sportlichem Anspruchsdenken nicht fremd sein dürfte. Der eine oder andere Fußballprofi wird sicherlich schon im Mercedes-Benz SL 63 AMG seine Runden drehen.

Aber bekanntlich sind die Geschmäcker ja verschieden. Da dürften Sportler keine Ausnahme darstellen. Der eine wird beim altbewährten Ford Tuning bleiben und sich eine Karre nach Maß zusammenstellen lassen. Der andere wird vielleicht den neuen Mercedes-Benz SL 63 AMG ausprobieren. An Sportlichkeit mangelt es Letzterem sicherlich nicht. Dieser ist in erster Linie keineswegs komfortbetont sondern zählt ganz klar zu den leistungsfähigen Sportwagen